Im Unterricht

Das Themengebiet Uran aus der deutsch-tschechischen Grenzregion Erzgebirge wird bisher selten im Geschichtsunterricht an deutschen und tschechischen Schulen behandelt. Das sollte nicht so bleiben, denn das Thema fügt sich gut in die Lehrpläne der Jahrgangsstufen 9 und 10  ein. Für das Fach Geschichte, aber auch für Geografie und Physik möchten wir die wichtigsten Anknüpfungspunkte aufzeigen.

Deutschland nach Kriegsende –  Wirken der sowjetischen Besatzungsmacht– Kriegsreparationen –  Kalter Krieg – Atomwaffen – Wettrüsten  der USA und der Sowjetunion – Kommunismus – Verfolgung politischer Gegner – Zwangsarbeit in der Uranindustrie – Arbeitslager

Silberbergbau und Handwerk im Mittelalter –  Erzgebirgische Handwerkstraditionen nach dem Niedergang des Bergbaus  – Tourismus – Uranproduktion als Reparationszahlungen (SBZ/DDR) und als “Freundschaftsdienst” (ČSR/ČSSR) an die Sowjetunion

Nutzung und Ausbeutung der Bodenschätze Silber, Uran, Radon – Erkennung von Gefahren für Gesundheit (“Bergkrankheit”) und Umwelt sowie der Umgang damit  – Geschichte des Uranabbaus und der Atomkraft

Uran/Radium/Radon in Forschung, Konsumindustrie und Gesundheitswesen

Umgang mit der Vergangenheit der Region –  An welche vergangenen Ereignisse wurde und wird wann, von wem, warum, mit welchem Zweck, an welchem Ort und auf welche Weise (Denkmäler, Feste, Museen, Vereinigungen etc.) gedacht? Was wurde und wird vergessen oder verschwiegen und warum?

 

Für eine unterrichtliche Nutzung haben wir einige Einzelthemen aufbereitet. Lehrkräfte finden zu jedem davon einen Einführungstext als Sachanalyse mit allen grundlegenden  Informationen. Die ausgewählten Quellen und Arbeitsaufträge sind für ca. 16-jährige Schüler bestimmt. Für die Lehrkräfte wurden knappe ergänzende Informationen zu den Quellen beigefügt. Literatur und Links können zur Vertiefung des Themas genutzt werden.

Bisher bearbeitete Einzelthemen